SILVANO MATTEI
FABIO MATTEI
LUCA MATTEI
FABRIZIO MATTEI
 
silvano@mattei-srl.it
 

Silvano Mattei (Rom 1931)
Seine Mutter ist Theaterschneiderin bei dem Bühnenbildner Camillo Parravicini; dessen Maleratelier ist für Silvano Mattei das Umfeld seiner ersten Spiele.

Ende der 40er Jahre besucht er Dekorations- und Malereikurse und beginnt als Bühnenbildner zu arbeiten. Mit Camillo Parravicini, der sein erster Meister ist, arbeitet er an den großartigen Bühnenbildern der Römer Oper und an den Szenenbildern der Filmstadt Cinecittà mit.

Die 50er Jahre sind die Zeit großer Filmproduktionen. Der Film gibt gewaltige gemalte Hintergründe von Landschaften und Orten in Auftrag. Unter den vielen Bühnenbildnerwerkstätten fällt die Scenografia Parravicini besonders auf: Ihr Inhaber, Sohn von Angelo Parravicini, einem berühmten Bühnenbildner am Anfang des 20. Jahrhunderts, konzeptiert nicht nur seine Arbeiten, er fertig sie auch ; in seinem Atelier ist es möglich den gesamten Entstehungprozess zu verfolgen – vom Projekt bis zur fertigen Szene. Trotz der Schwierigkeiten große Mengen Leinwand aufzutreiben, hat die Bühnenmalerei große Nachfrage .Um den Mangel am „Rohstoff“ zu umgehen – vor allen Dingen in den ersten Nachkriegsjahren – werden die Hintergründe auf Papier gemalt.

Auch mit dem erfahrenen Maler Pietro Gariboldi arbeitet Silvano Mattei lange zusammen, dieser versteht es malerische Qualität und bemerkenswerte Schnelligkeit bei der Ausführung miteinander zu verbinden. Die Bühnenmalerei verlangt wegen der verschiedenen Themen und Stile eine besonders gute Basistechnik, Gariboldi ist hierin ein Meister. Zur gleichen Zeit arbeitet Silvano gemeinsam mit Alfredo Furiga und Ettore Rondelli, zwei weiteren herausragenden Bühnenbildnern. Ebenfalls in der 50er Jahren malt Silvano Mattei Bühnenbilder für große Maler der Zeit: Giorgio de Chirico, Slavador Dalì, Corrado Cagli, Massimo Campigli, Renato Guttuso. Außerdem realisiert er mehrere Arbeiten für berühmte Bühnenbildner wie Veniero Colasanti, der in den 60er Jahren sehr aktiv ist, und Giulio Coltellacci, mit dem er auch sehr eng im folgenden Jahrzehnt zusammenarbeitet. In den 70er Jahren verwirklicht er Bühnenbilder für Pierluigi Pizzi und beginnt eine lang anhaltende Zusammenarbeit mit Pierluigi Samaritani und Ezio Frigerio.

1978 stirbt Camillo Parravicini; eine 30-jährige, ununterbrochene Zusammenarbeit findet ihr Ende. Mit dem Tod des „Professore“, wie Parravincini genannt wird, verschwindet auch das Verständnis der Bühnenmalerei, das auf einer rigorosen Einhaltung der Bühnentechnik und einer strikten Anwendung der Perspektiventheorie basiert. Einige Jahre arbeitet Silvano Mattei mit verschiedenen Bühnenbildnerwerkstätten zusammen, besonders mit der Scenografia Oggi, für die er die gemalten Bühnenbilder von wichtigen Schauspielen verwirklicht:

 
"Capriccio"
"Così
fan tutte"
"Orlando"
"I Puritani "
"I vespri
siciliani"
"La foret"
"Die
Zauberflote"
"Das
Rheingold"
"Die walkure"
 

• "CAPRICCIO", Bühnenbild Mauro Pagano,
--Théâtre Royal de la Monnaie
, Brüssel 1983;

"TANNHÄUSER", Bühnenbild Carlo Tommasi,
--Teatro Comunale, Florenz 1984;

“COSI FAN TUTTE", Bühnenbild Karl-Ernst Herrmann,
--Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel I985;

“IL BARONE ZINGARO,Bühnenbild Martin Rupprecht,
--Theater des Westens, Berlin 1985;

“ORLANDO”,Bühnenbild Pasquale Grossi,
--Gran Teatro la Fenice, Venedig 1985;

“I PURITANI”,Bühnenbild Carlo Tommasi,
--Opernhaus, Zürich 1985;

“I VESPRI SICILIANI”, Bühnenbild Pasquale Grossi,
--Teatro Comunale Bologna Bologna 1986;

“DANCERS”, (film) Bühnenbild Gianni Quaranta 1986;

“DER GESTIEFELTE KATER”, Bühnenbild Josef Svoboda,
-- Marseille 1987;

“DORNRÖSCHEN”, Bühnenbild Pierre Lacotte,
-- Opéra de Monte-Carlo 1987;

“LA FORÊT”, Bühnenbild William Orlandi,
-- Grand Théâtre de Genève 1987;

“DIE ZAUBERFLÖTE”, Bühnenbild Jean-Marc Stehlé,
-- Grand Théâtre de Genève 1987;

“DAS RHEINGOLD”, Bühnenbild Ul De Rico,
-- Opernhaus, Zürich 1987;

“DIE WALKÜRE”, Bühnenbild Ul De Rico,
-- Opernhaus, Zürich 1988.

1986 gründet er mit Hilfe der Söhne Fabio, Luca und Fabrizio ein eigenes Atelier und verwirklicht Arbeiten für die wichtigsten Opernhäuser Italiens und für zahlreiche europäische Theater: Grand Théâtre de Genève, Opéra de Lille, Théâtre de Lille, Théâtre de Vidy (Lausanne), Teatr Narodowy (Warschau), Théâtre de Caillot (Paris), Opéra National de Paris (Palais Garnier und Opéra Bastille), Salzburger Festspiele, Théâtre du Capitole (Toulouse), Österreichischer Bundestheaterverband Wien.

1995 malt er den neuen historischen Bühnenvorhang der Opéra Garnier, Paris.

1998 malt er den neuen historischen Bühnenvorhang des Théâtre dell‘Athénée-Louis Jouvet, Paris.
Im selben Jahr übernimmt er für die Opéra National de Paris-Palais Garnier die Fertigung der Bühnenbilder von Giselle, die nach den Originalentwürfen von Alexandre Benois gemalt werden. 1999 organisiert die Stadt Spoleto die Ausstellung Le Scene Calcate (Auf Der Bühne gestanden), die den Bühnenbildern gewidmet ist, die das Atelier Mattei im letzten Jahrzehnt verwirklicht hat.


Von 2000 bis 2001 malt er die neuen Dekorationen für den Zuschauerraum des Stadtheater Regensburg in der Nähe von München.

Von 2002 bis 2003 malt er die neuen Dekorationen für den Zuschauerraum des Theaters La Fenice in Venedig.

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