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La Camera Distorta (der verzerrte Raum) ist im Inneren des Museo Laboratorio della Mente im Pavillon 6 der ehemaligen Psychiatrie S. Maria della Pietà eingerichtet.

Autor der Planung
der Camera Distorta:
Fabio Mattei (info.mattei@gmail.com)

Centro Studi e Ricerche Azienda
Unità Sanitaria Locale Roma E
Museo Laboratorio della Mente

Piazza S. Maria della Pietà, 5
00135 Roma Tel. 06/68352825 - fax 06/3385153.

Leitung: Prof. Tommaso Losavio
Wissenschaftliche Koordination: Dr. Pompeo Martelli
Wissenschaftliche Mitarbeit: Prof. Alberto Oliverio,
Dr. Rosanna Gorini.
CNR Istituto di Psicobiologia
Gruppe der architektonischen Planung: Architekt Maurizio Clarotti (verantwortlicher Planer) Architektin Elisabetta D'Amato,
Architektin Alessandra Caruso, Architektin Laura Peraccini.

 

Beschreibung der "Camera Distorta" (des verzerrten Raumes)
Der erste verzerrte Raum wurde 1946 von dem amerikanischen Augenspezialisten Adelbert Ames JR nach einem Konzept verwirklicht, das Hermann Helmholtz am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt hatte. Ames bewies damit, wie das menschliche Aufnahmevermögen durch die Verzerrungen eines Raums verwirrt werden kann, da diese die gewohnten architektonischen Maßstäbe verändern, die unser Gehirn gespeichert hat und aufgrund von vorherigen Erfahrungen und kulturellen Einflüssen wiedererkennen kann. Die neue Version des verzerrten Raumes, die im Museo laboratorio della Mente ausgestellt ist, stellt eine mögliche Variante des Raumes von Ames dar. Das Projekt, das auf einer doppelten Perspektive basiert (eine schon bei der Verwirklichung des im Museum La Villette de Paris ausgestellten perspektivischen Zimmers von Philippe Comar angewandte Lösung), stellt einen Saal dar, in dem sich einige einfache architektonische Elemente befinden: zwei Bögen, Säulen, ein zweifarbig gekachelter Fußboden und vier Eingänge. Der Raum, der in Wirklichkeit ganz offensichtliche Verzerrungen aufweist, erscheint, wenn er von einem bestimmten Blickwinkel betrachtet wird, perfekt symmetrisch. (Bild 1-2)





Der Raum (Bild 3) ist gewollt einfach, er weist keinerlei dekorative Elemente auf. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Betrachters, der sich auf den richtigen Ausblickspunkt stellt, auf die scheinbare Symmetrie und auf den illusorischen Effekt gelenkt, der durch das Eintreten zweier Personen in den verzerrten Raum ausgelöst wird. Auf den Bildern, die dreidimensional mit dem Computer verwirklicht wurden, sind auch zwei rote, unregelmäßige Gegenstände zu sehen, die von dem Blickpunkt aus, wie zwei Würfel gleicher Dimension erscheinen. Das architektonische Umfeld stellt in Wirklichkeit sehr akzentuierte perspektivische Veränderungen dar. Die beiden Seiten links und rechts, die in Bezug auf eine ideale Longitudinalmittellinie betrachtet wird, erleiden zwei entgegengesetzte perspektivische Deformationen: der linke Teil zieht sich in Richtung des Betrachters zusammen, der rechte Teil dehnt sich in die entgegengesetzte Richtung aus.
Wenn zwei Personen (Bild 4-5-6) sich so ins Innere des Raumes stellen, dass jeder zu einer der beiden hinteren Türen in Beziehung steht, hat der Betrachter den Eindruck, dass die eine Person (und zwar die linke) viel größer ist als die andere, die im Verhältnis zu klein erscheint (Bild 4). Der Betrachter kann das Ausmaß der Deformation nur erkennen, indem er in den verzerrten Raum hineingeht.




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